Vor der Osterreisewelle: Sicherheitsmaßnahmen an der Kreideküste

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Wunderschön, aber auch nicht ungefährlich. Vor allem im Frühjahr wächst die Gefahr durch Abbrüche der Kreide.

In wenigen Tagen beginnen die Osterferien und damit auch die neue Tourismussaison auf der Insel Rügen. Die Nationalpark-Ranger an der Kreideküste haben momentan noch alle Hände voll zu tun: Zahlreiche Warnschilder wurden bereits aufgestellt und an den Parkplätzen werden Flugblätter mit Gefahrenhinweisen verteilt.

Bisher ist es nämlich noch nicht zu einem großen Felsabbruch gekommen, obwohl sich dieses Ereignis jedes Jahr im Frühling wiederholt. Der Grund für das bisherige Ausbleiben ist die geringe Niederschlagsmenge in diesem Monat. Etwas mehr als elf Liter Regen fielen im März pro Quadratmeter, das ist bedeutend weniger als sonst.

Erneute Kreideabbrüche drohen auf Rügen

Dennoch kann es an der Kreideküste auf Rügen jederzeit zu Abbrüchen kommen: Nicht sichtbare Bruchstellen stellen eine große Gefahr dar! Laut „Gefahren-Ampel“ des Nationalparkzentrums besteht aktuell die höchste Warnstufe. Der Nationalpark hofft, dass sich die Urlauber an die Warnungen halten und bestimmte Küstenabschnitte meiden.

Wunderschön, aber auch nicht ungefährlich. Vor allem im Frühjahr wächst die Gefahr durch Abbrüche der Kreide.

Vielen Bewohnern vor Ort sind noch zahlreiche Unfälle in Erinnerung, bei denen Menschen ums Leben gekommen sind und solche Unglücke dürfen sich nicht mehr wiederholen. Darum wurde auch das Sicherheitskonzept gründlich überdacht. So wurde beispielsweise ein kompletter Wanderweg um einige Meter verlegt, ein Uferabstieg wurde sogar vollständig gesperrt.

Über Ostern wird mit einem ersten Ansturm der Gäste auf der Insel gerechnet. Die Tourismuszentrale gab bekannt, dass die Hotels auf Rügen schon jetzt zu rund 70 Prozent ausgebucht sind. Es wird besonders mit unzähligen Wanderern gerechnet.

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