Das Kältehoch „Cooper“ lässt ganz Deutschland frieren und auch der Norden bleibt davon nicht verschont. In der kommenden Nacht kann es sich auf minus 13 Grad Celsius abkühlen, dabei wird der Höhepunkt der Kältewelle erst für Freitag erwartet. Zwischen Rügen und Hiddensee hat sich schon jetzt eine dicke Eisschicht gebildet. Der Fährverkehr zwischen den beiden Inseln wurde bereits auf den sogenannten „Eisfahrplan“ umgestellt.

Klirrende Kälte an der Ostsee

Die "Arkona" dient als Eisbrecher. Foto: Frank Kloock / pixelio.de

Ändert sich die Wetterlage nicht, müsse in der nächsten Woche mit dem Eisbrechen begonnen werden. Mehrere Eisbrecher stehen schon bereit, unter anderem die beiden Tonnenleger „Ranzow“, und „Görmitz“ und das Behördenschiff „Arkona“. Sie können bis zu 50 Zentimeter dickes Eis brechen. Momentan gibt es allerdings noch keine Behinderungen für die Schifffahrt.

Zahlreiche LED-Köpfe wurden aber bereits wegen ihrer Frostempfindlichkeit von den Fahrwassertonnen abgebaut, außerdem mussten einige andere Tonnen gegen stabilere Ausführungen ausgetauscht werden. Aufbrechendes Eis kann bei Sturm einen gewaltigen Druck auf die Fahrwassertonnen ausüben, die dadurch von ihren Positionen weggetrieben werden. Den Besatzungen der Tonnenleger wurde bereits ein anderes Schichtsystem zugeteilt: Aktuell wird in einem 12-Stunden-Rhythmus gearbeitet, damit die Schiffe tagsüber besser ausgelastet sind.

Anders sieht es an der Oder und der Westoder aus: Beide Flüsse sind bereits entlang der Grenze zu Polen gesperrt worden, genauso wie einige Teile der Oder-Havel-Wasserstraße.