In diesem Sommer müssen sich Badegäste nicht mehr über zurückgelassene Zigarettenkippen ärgern: Zwei Strandabschnitte in Rostock wurden jetzt zur rauchfreien Zone erklärt. Dabei handelt es sich um einen Abschnitt in Warnemünde und einen Abschnitt in Markgrafenheide. Wer sich nicht an das Verbot hält, muss allerdings auch nicht mit Strafen rechnet: Es soll sich vielmehr um einen freiwilligen Rauchverzicht handeln. Allerdings sind die rauchfreien Abschnitte nur sehr klein: Jeweils 20 Meter stehen für die Nichtraucher zur Verfügung. Eine Ausweitung ist derzeit auch nicht geplant. Bereits jetzt werden Stimmen laut, dass die Nichtraucher-Zonen viel zu knapp bemessen sind.

Rauchfrei an der Ostsee in Rostock

Ohne Rauch gehts auch, wenn leider vorerst nur auf kleinen Strandabschnitten. Foto: marlene herr / pixelio.de

In der Vergangenheit haben sich vor allem Eltern geärgert, wenn ihre Kinder beim Spielen am Strand mit den unangenehmen und giftigen Zigarettenresten in Berührung kamen. Dennoch soll es nicht zu Konflikten zwischen Rauchern und Nichtrauchern kommen, die Aktion möchte lediglich zur gegenseitigen Rücksichtnahme anregen.

Im vergangenen Sommer hat es bereits ein Art „Probelauf“ gegeben, bei dem wesentlich weniger Zigarettenkippen am Strand gefunden worden waren. Der Tourismusdirektor von Rostock betonte zudem, dass die Aktion bei den Urlaubsgästen auf breite Zustimmung stoßen würde und sich bisher auch niemand darüber beschwert habe. Gute Erfahrungen mit rauchfreien Strandabschnitten konnte bereits der Ort Göhren auf der Insel Rügen machen. Schließlich würde ein solches Angebot das familienfreundliche Image eines Urlaubsortes unterstreichen.