Nach dem Willen der Landes-SPD sollen gleich zwei Bauwerke zum UNESCO-Weltkulturerbe werden: Das Schloss in Schwerin und das Münster in Bad Doberan sollen für das Land Mecklenburg-Vorpommern antreten. Jedes Bundesland darf noch bis August jeweils zwei Kandidaten nennen. Die Bewerbung des Schlosses in Schwerin gilt schon als absolut sicher, die Kandidatur des Bad Doberaner Münsters wird hingegen noch geprüft.

Schloss Schwerin und Bad Doberaner Münster Weltkulturerbe

Das Münster in Bad Doberan wurde im 13. Jahrhundert erbaut und war in den Anfangsjahren eine Klosterkirche. Heute gehört das Gebäude zur evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Bad Doberan und gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der Backsteingotik. Besonders sehenswert sind der Hochaltar und eine eindrucksvolle Grabplastik einer dänischen Königin.

Ein beeindruckender Bau – das Bad Doberaner Münster, im Bild der Haupteingang des Münster. Foto: Carl-Ernst Stahnke / pixelio.de

Das historische Schweriner Schloss befindet sich auf einer Insel inmitten einer herrlichen Seenlandschaft und verfügt über prächtige Räume und eine wertvolle Ausstattung. Das Schloss ist heute ein Museum: Gemälde, Kunsthandwerk und edle Skulpturen können in einer eindrucksvollen Ausstellung besichtigt werden. Außerdem hat der Landtag von Mecklenburg-Vorpommern schon seit mehreren Jahren seinen Sitz in diesem Gebäude.

Ein Märchenschloss im Herzen von Deutschland, das Schloss Schwerin inspiriert und verzaubert seine Besucher. Foto: Klaus-Peter / pixelio.de

Beide Bauwerke sind lohnenswerte Ostsee Sehenswürdigkeiten und für Urlauber seit langer Zeit schon beliebte Ausflugsziele. Besonders jetzt ist eine Besichtigung interessant: Denn wer weiß, vielleicht schauen sich die Besucher in Gebäuden um, die in absehbarer Zeit beide von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt werden …