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Seit einigen Tagen klafft ein großer Riss durch die Insel Hiddensee in der Ostsee. Der gewaltige Riss wird von Tag zu Tag größer und ist aktuell etwa zwei Kilometer lang, zehn Zentimeter breit und bis zu einem Meter tief. Für Anwohner und Gäste, die hier ihren Urlaub verbringen, ist er demnach ein großes Sicherheitsrisiko, denn teilweise ist der Riss nicht sichtbar, da er mit Laub überdeckt ist. Außerdem droht ein gewaltiger Küstenabbruch, da der starke Nordwestwind und das Hochwasser der Ostsee gegen die Steilküste drücken.

Risse bedrohen Insel Hiddensee

Risse gehen durch die Insel Hiddensee. Foto: insel-hiddensee.de / F. Martitz

Der Riss beginnt direkt an der Steilküste der Insel Hiddensee und führt dann einige Meter ins Innere der Insel, bevor er bogenförmig wieder in der Nähe des Ufers endet. Zahlreiche Warnschilder wurden bereits aufgestellt und die Insel wird rund um die Uhr überwacht. Vereinzelte Wanderwege, die sich in unmittelbarer Nähe der Gefahrenstelle befinden, wurden bereits gesperrt.

Grund für den Riss durch die Insel Hiddensee sind die Hochwasserstände, der lange Dauerregen seit dem vergangenen Sommer und der jetzt noch hinzugekommene Frost. All dies würde zu Bewegungen führen. Bäume, die in der Mitte einfach gespalten wurden, veranschaulichen die enorme Kraft des Risses. Eine Treppe, die zum Meer führt (die sogenannte „Klausner-Treppe“), sei sogar bis zu einem Meter abgerutscht. Einwohner der Insel Hiddensee winken allerdings ab und betonen, dass „so etwas“ immer mal wieder vorkommen würde und „die Natur eben so ist“.

Sicherheit der Besucher durch die Risse nicht gegeben

Dennoch wird zurzeit eindringlich davon abgeraten, sich den Riss aus der Nähe anzusehen. Die Gefahr, dass es hier tatsächlich noch zu einem Küstenabbruch kommt, sei nicht zu unterschätzen. Es wird befürchtet, dass hier ein ähnliches Unglück passieren kann, wie vor Kurzem auf Rügen. Der Weg am Steilufer entlang des Leuchtturmes darf momentan nicht betreten werden, auch wenn viele Gäste im Urlaub dies gerne tun würden.