Heiligendamm, die Weiße Stadt an der Ostsee

Seebrücke von Heiligendamm. Foto: Huber / pixelio.de

Als Heiligendamm im Juni 2007 durch den G8-Gipfel in das Interesse der Weltöffentlichkeit rückte, lag bereits eine wechselhafte Geschichte hinter dem ältesten Seebadeort Deutschlands. Schon im Gründungsjahr 1793 errichtete man in Heiligendamm das erste Badehaus an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Die Heilkraft von Badekuren in der Ostsee ließ in den folgenden Jahrhunderten Heiligendamm zum Treffpunkt des europäischen Hochadels werden. In der Folgezeit entstanden viele repräsentative Bauten, so dass dem Ostseebad der Beiname “Weiße Stadt am Meer” verliehen wurde.

So wurde beispielsweise ein einzigartiges Refugium mit der Burg Hohenzollern geschaffen, die dem Großherzog Paul Friedrich und seiner Gemahlin als Sommerresidenz diente. Bereits 1886 begann der Bau einer Schmalspurbahn, liebevoll Molli genannt, die heute noch regelmäßig in Richtung Bad Doberan schnauft. Geprägt durch die politisch turbulenten Jahre vor dem Mauerfall, begann ab 1996 eine neue Zeitrechnung. Nach vielen Jahren des Verfalls und fehlender Investitionen wurde der Ort endlich wieder aus seinem Dornröschenschlaf erweckt.

Im Juni 2003 war es dann soweit, das 5-Sterne Grand Hotel wurde nahe der Strandpromenade eröffnet und hat seitdem viele Gäste mit seiner exklusiven Lage und einem unvergleichlichen Flair verzaubert. Weitere 7 denkmalgeschützte Villen, die so genannte Perlenkette, werden derzeit aufwendig saniert und sollen bald den erholungssuchenden Urlaubern zur Verfügung stehen. Und wer im Urlaub ein wenig Ruhe und Besinnung sucht, dem sei der Besuch der evangelischen Waldkirche oder der katholischen Waldkapelle empfohlen.


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