Zwischen Ostsee und Bodden – wildromantisches Dierhagen
Das Ostseebad Dierhagen bildet die Pforte zur Halbinsel Fischland-Darß-Zingst. Diese Landzunge an der vorpommerschen Küste ist Teil einer einzigartigen Lagunenlandschaft, der sogenannten Vorpommerschen Boddenlandschaft.
Die Region ist geprägt von faszinierenden Küstenlandschaften, Wäldern und Mooren. Der geschützte Bereich der Bodden ist ein Paradies für Wasservögel. Die berühmtesten Gäste sind Kraniche, die hier alljährlich zu zigtausenden Station machen. Aber auch andere “schräge Vögel” fanden hier schon Schutz: Den Vitalienbrüdern, die zu Zeiten der Hanse die gesamte Ostseeschifffahrt unsicher machten, boten die Bodden zahlreiche Schlupfwinkel.
Heute ist Dierhagen ein traditionsreiches Erholungsgebiet. Die kilometerlangen, weißen Sandstrände der Ostsee laden ein zum Baden und Spazieren. Eigenwillig vom Wind verformte Bäume und Naturdünen säumen die Küste, und ausgedehnte, wildreiche Waldgebiete können zu Fuß oder auf dem Fahrrad erkundet werden.
Der am Ufer des Bodden’s gelegene Ortsteil Dierhagen Dorf besitzt einen Hafen mit Fischerbooten und Segelschiffen. Hier lassen sich noch die Zeesenboote bestaunen: breitstumpfige Boote mit traditionell braunen Segeln, speziell für die flachen Gewässer der Bodden gebaut und ursprünglich zum Fischfang genutzt. Heute können Urlauber auf diesen historischen Booten Ausflugsfahrten im Saaler Bodden genießen.
Ebenfalls am Bodden gelegen, war der historische Salzhafen im Dierhagener Ortsteil Dändorf über viele Jahrhunderte ein wichtiger Knotenpunkt der nordmecklenburgischen Salzstraße, die von Bad Sülze nach Wismar führte. Heute geht es beschaulicher zu in Dändorf, und wer mag, kann in einem der vielen sehenswerten historischen Kapitänshäuser seinen Urlaub verbringen.



