Die Ostsee ist vor allem für ihre große Vielfalt und Natur bekannt, aber auch bei Patienten mit Bluthochdruck oder Asthma aufgrund ihres sanften Klimas beliebt. Dabei gibt es noch viel mehr Dinge für Jung und Alt zu entdecken, mit denen man zunächst nicht rechnen oder die man hier nicht erwartet hätte.

So steht hier im Ostseebad Ahlbeck beispielsweise Deutschlands älteste Seebrüche, die bereits 1898 nach nahezu 16 Jahren Bauzeit eröffnet wurde. Sie liegt auf der Insel Usedom und ist über 280 Meter, bietet für jeden Geschmack das authentische Bild direkt am Meer. Was es sonst noch so zu erleben gibt und für wen es sich eignet, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Für Radler ein wahres Paradies

Mit dem Wanderweg E9 gibt es entlang der Ostseeküste einen über 800 Kilometer langen Radweg, der sich ganz besonders für kleinere Tagesetappen eignet oder als Tagesausflug für Familien mit Kindern. Rechnet man die Umrundung von Rügen hinzu, kommen am Ende gar über 1.000 Kilometer zusammen – entsprechende Berichte und Meinungen sind sich im Internet.

Blick auf Flensburg, wo unsere Radtour beginnt.

Blick auf Flensburg, wo unsere Radtour beginnt. 1)

Gestartet wird in Flensburg, die Route führt entlang romantischer Fischerdörfer und alter Prachtbauten der stolzen Städte bis nach Ahlbeck auf Usedom als Ziel. Naturliebhaber werden auf ihre Kosten kommen, denn man durchquert einige Nationalparks und kann hier aus nächster Nähe seltene Vogelarten beobachten und fotografieren. Eine nähere Planung, insbesondere was die einzelnen Aufenthalte entlang der Ostseeküste anbelangt, lässt sich über www.ostseeaufenthalt.de sehr einfach durchführen.

Die Strecke eignet sich aufgrund der häufig nur minimalen Höhenunterschiede für Jung und Alt – außer bei Kühlungsborn und Binz auf Rügen sind kleinere Anstiege sichtbar.

Sind Sie dann endlich auf Rügen angekommen, sollte man sich unbedingt die Bockwindmühle Pudagla in den Terminplaner schreiben. Bereits 1673 wurde sie in der Ortschronik erwähnt, erst 1937 wurde der Mahlbetrieb letztlich eingestellt. Von 1991 an wurde sie von Liebhabern mühevoll restauriert und instandgesetzt, im Oktober 1997 fand dann die feierliche Wiedereinweihung statt. Vielleicht haben Sie ja das Glück, zum Zeitpunkt einer der vielen Veranstaltungen rund um die Mühle vor Ort zu sein und erfahren aus nächster Nähe die Einzelheiten dieses über Jahrhunderte so existenziellen Handwerks.

Blick auf die Bockwindmühle, südlich von Pudagla. Sie stammt aus dem Jahre 1779 und beherbergt heute ein kleines Museum, wo an festgelegten Tagen der Mahlvorgang für Touristen demonstriert wird.

Blick auf die Bockwindmühle, südlich von Pudagla. Sie stammt aus dem Jahre 1779 und beherbergt heute ein kleines Museum, wo an festgelegten Tagen der Mahlvorgang für Touristen demonstriert wird. 2)

UNESCO-Welterbe „Lübecker Altstadt“

Bereits 1987 verlieh die UNESCO der Lübecker Altstadt dieses begehrte Prädikat, nicht allein aber vor allem aufgrund der Stadtsilhouette. Hier lassen sich viele Orte von kulturhistorischem Wert besichtigen, den Gegenpol von Tradition und Moderne immer im Hintergrund sichtbar. Sehr empfehlenswert ist ein Besuch der Marienkirche, die als herausragendes Meisterwerk der Backsteinbasiliken Norddeutschlands gilt.

Bildnachweis: 1) arne.list / flickr.com, 2) connectbird1 / flickr.com