Die beliebten Ostseebäder in Mecklenburg-Vorpommern sehen sich einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt. In puncto Übernachtungen holen vor allem die Ferienorte in Polen und Schleswig-Holstein stark auf. Beispiel: Im Jahre 2011 hatte die Ferienregion Mecklenburg-Vorpommern bei den Übernachtungszahlen ein Minus von immerhin rund 0,2 Prozent zu verzeichnen, Schleswig-Holstein dagegen konnte sogar zulegen und verbuchte ein Plus bei den Übernachtungszahlen.

Kampf um den Ostsee Urlauber

Nun wollen einige Ostseebäder in Mecklenburg-Vorpommern ihre Infrastruktur aufrüsten, um den künftigen Gästen mehr Anreize für einen erholsamen Urlaub zu bieten. So möchte Rerik beispielsweise vor allem die Grünanlagen des malerischen Ortes attraktiver gestalten. Kühlungsborn plant dagegen gleich mehrere Investitionen in die Zukunft: Zum einen soll eine öffentliche Schwimmhalle gebaut werden, damit auch an regnerischen Tagen die Urlauber Badespaß pur erleben können. Die zweite Planung betrifft die kleinen Gäste: Auch hier soll eine Alternative für Freiluftaktivitäten geschaffen werden. Gedacht wird dabei vor allem an einen Indoor-Spielplatz, der auch an regnerischen und kühlen Tagen für ausreichend Bewegung und Vergnügen bei den Kindern sorgen soll.

Nach dem bisher nicht wirklich schönen Sommer 2012 bleiben auch Gäste aus. Foto: Didi01 / pixelio.de

Die Feriengäste dürfen sich also freuen: In Zukunft werden ihnen in Mecklenburg-Vorpommern wohl noch mehr attraktive Freizeitmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Der Direktor der Reriker Kurverwaltung warnte bereits, dass man sich nicht ausruhen dürfe. Nichtsdestotrotz ist die Tourismusbranche mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden. Zwar hatte die schlechte Witterung Anfang Juli viele Urlauber von einem Urlaub an der Ostsee abgehalten, dafür konnten zuvor im Mai aber die besten Übernachtungszahlen seit 20 Jahren verzeichnet werden.