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Nordwestlich von Rügen sind in der Nacht zu Samstag zwei große Frachtschiffe bei einer Kollision stark beschädigt worden. Glücklicherweise wurde niemand verletzt, auch der Austritt von Schadstoffen konnte bislang nicht nachgewiesen worden. Die Frachtschiffe „Katre“ aus Malta und die niederländische „Statengracht“ kollidierten kurz nach Mitternacht, die Unglücksstelle befindet sich lediglich 15 Seemeilen von Kap Arkona entfernt.

Navigationsfehler verursachte womöglich die Kollision

Wie die „Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger“ mitteilte, befanden sich an Bord beider Schiffe insgesamt 24 Seeleute. Nach dem Unfall waren die Frachter aber noch in der Lage, mithilfe einer speziellen Sicherungsbegleitung verschiedene Häfen anzulaufen. Die maltesische „Katre“, die zum Zeitpunkt der Kollision nicht beladen war, hatte bereits einige Stunden später den Hafen Sassnitz erreicht, bei dem holländischen Schiff musste zunächst Wasser abgepumpt werden, da es bereits leichte Schlagseite hatte. Durch ein Loch unterhalb der Wasserlinie war zuvor Wasser in den Laderaum gelaufen. Dennoch lief auch die „Statengracht“ im Laufe des Vormittags in den Rostocker Hafen ein.

Nur rund 15 Seemeilen vor Kap Arkona auf der Insel Rügen, kollidierten die zwei Frachtschiffe. Foto: tobias HH / flickr.com

Nur rund 15 Seemeilen vor Kap Arkona auf der Insel Rügen, kollidierten die zwei Frachtschiffe. Foto: tobias HH / flickr.com

Die Touristen, die aktuell ihren Urlaub an der Ostsee verbringen, konnten teilweise sogar von ihren Ferienwohnungen aus die Bergungsarbeiten beobachten. Die Ursache der Kollision steht ersten Ermittlungen zufolge noch nicht fest. Möglicherweise kommen Navigationsfehler als Grund infrage. Ein Polizeihubschrauber überflog mehrfach die Unglückstelle, um sicherzugehen, dass tatsächlich keine Schadstoffe in die Ostsee gelangt sind.