Sieverstedt – Geschichte und Erholung

Rund um Sieverstedt blühen im Sommer zahlreiche Felder, wie dieses Rapsfeld. Foto: Ulrich Wieber / pixelio.de

Die Gemeinde Sieverstedt, liegt in der Flensburger Förde, nahe der Ostsee. Sieverstedt wude 1971 aus den ursprünglichen Gemeinden Süderschmedeby, Stenderup und Sieverstedt gebildet. Es hat eine bereits Jahrhunderte alte Geschichte und viele Zeugnisse vorangegangener Zeiten. Mehrere Grabhügel aus der Jungstein- und Bronzezeit und zahlreiche Funde zeugen von der Vergangenheit und einer langen Siedlungstradition. Besonders hervorzuheben ist der Poppostein, ein ebenfalls vorgeschichtliches Grab. An diesem soll Bischoff Poppo, König Harald Blauzahn von Dänemark, zum Christentum bekehrt haben. Darum wird dieses Großgrab auch Taufstein genannt und ist heute Kennzeichen der Gemeinde.

Die Sieverstedter St.Petri-Kirche liegt auf einer Anhöhung. Sie bietet ein malerisches Bild. Ihre Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. Alte Originalmalereien können im Inneren bewundert werden. Bemerkenswert ist auch der Taufstein der Kirche. Er ist vermutlich noch älter als die Kirche selbst und deutet auf einen ursprünglichen Holzbau, als Vorgänger der Kirche hin.

Ehemals haben sich nicht weit von hier zwei wichtige Handelswege gekreuzt. Der Sieverstedter Hörnerplatz markiert heute dieses Wegkreuz, an dem einst der Ochsenweg entlangführte, einem sehr alten Herr- und Handelsweg. Dieser war in vielen Punkten entscheidend für die geschichtliche Entwicklung Schleswig-Holsteins und Dänemarks. Die Ochsenweghörner der beiden Künstler Thomas Jaspert und Michael Harder sollen die Berührung der Geschichte mit der Gegenwart verkörpern. Sie gaben dem Hörnerplatz, dem einstigen Wegkreuz, seinen Namen.

Aber ein Besuch in Sieverstedt ist nicht nur ein Urlaub in die Vergangenheit, sondern hat auch gegenwärtig Interessantes zu bieten. Zahlreiche Unterkünfte laden Besucher aller Altersklassen ein. Idyllische Hofanlagen prägen des ursprüngliche Dorfbild, ruhige Wanderwege und die Bollingstedter Au, der längste Nebenfluß der Treene zeichnen dieses Gebiet aus. Das Waldschwimmbad verspricht Spaß und Erholung. Die umliegende Natur, im grünen Binnenland der Flensburger Förde, regt zu langen Spaziergängen an und nicht zuletzt, die Nähe des Meeres, verspricht Ruhe und Erholung.

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