Kosel – Urlaubsörtchen in der Flensburger Förde mit norddeutschem Charme

Umschlossen von der Schlei und der Ostsee, Kosel bietet Wasserfreunden viel. Foto: Detlev Müller / pixelio.de

Kosel, ein kleiner Ort direkt an der Schlei gelegen, besticht mit seinem norddeutschen Charme. Die bewegende und abwechslungsreiche Geschichte des Ortes ist bis heute noch nachvollziehbar und macht einen Urlaub in Kosel interessant. Prägend ist die Lage in der Flensburger Förde, 5 Kilometer nördlich von Eckernförde. Durch die Lage an der Schlei in der Nähe der Ostsee entwickelte sich der Ort zu einem beliebten Urlaubsziel. Mit seinen knapp über 1.300 Einwohnern gehört Kosel dem Amtsbezirk Schlei-Ostsee und dem Bundesland Schleswig-Holstein an. Zu Kosel gehören weiterhin die Gemeindeteile Lundshof, Missunde, Bohnert, Weseby und Ornum.

Geschichtliche Relikte zeigen sich

Kosel war einst unter dem dänischen Namen Koslev bekannt. Die Besiedelung geht bis in die Jungsteinzeit zurück. Zwei Wikingersiedlungen aus der Zeit zwischen dem 9. und 11. Jahrhundert wurden im Gemeindegebiet gefunden. Heute zeugen noch Relikte alter Gruben- und Pfostenhäuser von dieser Zeit. Auch ein Gräberfeld wurde aus dieser Zeit wurde in der Gemeinde gefunden. Die Ortskirche wurde im typischen norddeutschen Stil im 12. Jahrhundert gebaut. Diese Rundumkirche St. Laurentius einschließlich des Kirchhofes und der Kirchhofspforte gehören mit zu den Kulturdenkmalen Kosels.

Während all der Jahrhunderte, begünstigt dadurch, dass Kosel in der Neuzeit von der Leibeigenschaft ausgenommen war, konnte sich die Gemeinde den Charakter des Bauerndorfes erhalten. Geschichtlich interessant ist auch das Gut Ornum, welches sich unweit des Ortskerns befindet. Die Errichtung geht auf das Jahr 1530 zurück. Zahlreiche Gutsgebäude fielen im 19. Jahrhundert den Flammen zum Opfer. Heute in Privatbesitz wurde das Gut umfangreich restauriert.


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