Als Ende Februar die Eisexpertin des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, Natalija Schmelzer, den vorerst letzten Eisbericht für die Regionen an der Ostseeküste herausbrachte, hatten sich bereits viele Menschen auf den Frühling gefreut. Doch der erneute Kälteeinbruch hat den ersten zaghaften Frühlingsgefühlen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Seit dem vergangenen Mittwoch gibt es nun einen neuen Eisbericht, und dieser sieht für alle sonnenhungrigen Ostsee Urlauber gar nicht gut aus. Die südlich von Darß gelegenen Boddengewässer zwischen Hiddensee und Rügen werden momentan von einer gewaltigen Eisschicht bedeckt, die teilweise bis zu sechs Zentimeter dick ist.

Gewaltige Eisschicht bedeckt Boddengewässer

Aktuell ist das keine Seltenheit. Sogar im Hafen von Greifswald wird das Wasser von einem gefrorenen „Eisbrei“ bedeckt, auf dem Kleinen Haff und dem Peenestrom gibt es nach den extremen Minustemperaturen der vergangenen Tage und Nächte jede Menge Neueis. Nach Einschätzung der BSH-Eisexpertin wird sich in den Küstengewässern die Eisbildung auch noch weiter fortsetzen.

Der Winter zeigt noch einmal seine ganze Kraft, wie hier bei Glowe auf der Insel Rügen. Foto: Sabine Markmann / pixelio.de

Der Winter zeigt noch einmal seine ganze Kraft, wie hier bei Glowe auf der Insel Rügen. Foto: Sabine Markmann / pixelio.de

Die Feriengäste, die aktuell ihren Urlaub an der Ostseeküste verbringen, sollten also zurzeit noch nicht auf dicke Jacken und einen Schal verzichten. Ein Spaziergang an der klaren Luft ist aber natürlich dennoch eine Wohltat und stärkt die Abwehrkräfte. In den zahlreichen Unterkünften ist es dagegen kuschelig warm und dank Nebensaison erfreulich günstig: Bei einem heißen Tee lässt es sich hier nach dem Bummel wunderbar entspannen!